Michael Bergunder (Hrsg.)

Westliche Formen des Hinduismus in Deutschland
Eine Übersicht

Neue Hallesche Berichte, Band 6

Der vorliegende Band gibt eine problemorientierte, interdisziplinär angelegte Übersicht über westliche Formen des Hinduismus im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie hinduistische Traditionen im kulturellen Kontext Europas adaptiert und reinterpretiert werden und welche Interdependenzen sich zu zeitgenössischen religiösen Bewegungen in Südasien feststellen lassen. Damit soll zugleich ein Beitrag zur konzeptionellen Durchdringung dieses Themenfeldes aus religionswissenschaftlicher Perspektive geleistet werden. Wichtige Gruppierungen, wie Hare Krishna (ISKCON), Transzendentale Meditation, Osho-Bewegung, Brahma Kumaris, Sai Baba, Thakar Singh werden einzeln besprochen und analysiert.

N.B.: Von diesem Sammelband können aus urheberrechtlichen Gründen nur die Beiträge auf CrossAsia-eBooks im Open Access veröffentlicht werden, bei denen die Autorinnen und Autoren ihre Zustimmung zur Online-Veröffentlichung erteilt haben.

Matthias Schmidt

Transformation der Livelihood Strategies im ländlichen Kirgistan
Verlorene Sicherheiten und neue Herausforderungen

Berlin Geographical Papers, Band 32

Im ehemaligen sowjetischen Mittelasien erklärten im Jahre 1991 fünf neue Staaten ihre Unabhängigkeit: Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgistan. Die Unabhängigkeit dieser Länder war jedoch weniger das erklärte Ziel von vorausgegangenen Bestrebungen, wie etwa in den ostmitteleuropäischen Staaten, sondern eine Folge der Implosion der Sowjetunion. Unerwartet wurden die politischen Führer der mittelasiatischen Teilrepubliken vor die Aufgabe gestellt, einen eigenen neuen „Staat zu machen“ und, so die Wunschvorstellung des Westens, die als alternativloses Vorbild genannten Liberalisierungs- und Demokratisierungsstrategien umzusetzen. (...) Wie die vergangenen 15 Jahre seit der Unabhängigkeit gezeigt haben, verfolgen die Regierungen der neuen mittelasiatischen Republiken jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungspfade, in denen marktwirtschaftliche oder gar demokratische Prinzipien nur bedingt umgesetzt werden.
Das Ziel der vorliegenden Abhandlung besteht darin, der Frage nachzugehen, wie sich diese oftmals akademisch formulierten und auf der Makroebene initiierten Transformationsprozesse auf die Lebensbedingungen der Mikroebene, genauer gesagt der privaten Haushalte im ländlichen Kirgistan auswirken. Dabei ist die postsozialistische Transformation als ein Prozess des gleichzeitigen Wandels des gesamten Gesellschaftssystems mit seinen ökonomischen, politischen und rechtlichen Subsystemen aufzufassen.

Michael Bergunder

Missionsberichte aus Indien im 18. Jahrhundert
Ihre Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und ihr wissenschaftlicher Quellenwert für die Indienkunde

Michael Bergunder (Hrsg.)
Neue Hallesche Berichte, Band 1

In der Forschung hat die indische Missionsgeschichte des 18. Jahrhunderts bisher nur ungenügend Beachtung gefunden. Im Mittelpunkt des Aufsatzbandes, der einen Beitrag zur Schließung der Forschungslücke leisten will, stehen die Dänisch-Halleschen Missionare. Deren Missionsberichte stellen eine wichtige Quelle für die Indienkunde dar, die bisher weitgehend unerschlossen geblieben ist.

N.B.: Von diesem Sammelband können aus urheberrechtlichen Gründen nur die Beiträge auf CrossAsia-eBooks im Open Access veröffentlicht werden, bei denen die Autorinnen und Autoren ihre Zustimmung zur Online-Veröffentlichung erteilt haben.

Eveline Masilamani-Meyer

Guardians of Tamilnadu
Folk deities, folk religion, Hindu themes

Neue Hallesche Berichte, Band 5

The gods and goddesses that populate the Tamil villages and countryside are rarely called Śiva, Viṣṇu or Pārvāti and yet, they are understood to be forms or aspects of these pan-Hindu deities. Similarly, the ritual performed for the folk deities show traits antagonistic to Brahmanical values and yet, we find in them symbols and myths common to the “high” Sanscritic tradition. In the present work the author traces patterns and structures that help the reader understand the salient features of Tamil folk Hinduism and its differences to and similarities with the “high” tradition.

The book has chapters on the arrangement of the folk deities in the temple, the deities’ place in the ordered and wild space, their relationship with the pan-Hindu gods and goddesses and chapters on how the devotees connect to the folk deities through myths, rituals and worship. The great diversity and richness of the Indian folk religion and the ever greater assimilation of folk cults into the “high” tradition are topics that need to be explored in depth. The present book is a contribution towards this goal.

Will Sweetman

Mapping Hinduism
"Hinduism" and the study of Indian religions, 1600-1776

Neue Hallesche Berichte, Band 4

The process by which Hinduism came to be constituted as an object of European study is often taken to be the most egregious example of the invention of a religion through the reification of disparate traditions of belief and practice an the projection of theological preconceptions or imperial ambitions. In this work Will Sweetman offers both a theoretical reconsideration of the status of the term Hinduism and an alternative historical account of its emergence in the eighteenth century based on consideration of early Dutch, English, French and German sources, demonstrating that its scope owes more to Indian ideas of religious affiliation as the time of its emergence more to the evolving modern concept of India as a geographical entity than either does to theological preconceptions or imperial ambitions.

Michael Bergunder, Rahul Peter Das (Hrsg.)

"Arier" und "Draviden"

Neue Hallesche Berichte, Band 2

Die Frage nach der Geschichte beinhaltete zu allen Zeiten auch die Frage nach der eigenen Identität. Während der britischen Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert begründeten westliche Indologen und christliche Missionare unter Beteiligung Gelehrter der traditionellen einheimischen Wissenssysteme eine südasiatische Geschichtsschreibung, in der die Südasiaten als die Nachkommen unterschiedlicher Völker (insbesondere Arier und Draviden) betrachtet wurden. Diese orientalistischen Geschichtstheorien über Ereignisse, die tausende Jahre zurücklagen, fanden unter unterschiedlichen Vorzeichen Eingang in den politischen Diskurs, und in der Folgezeit wurden diese Projektionen in hohem Maße Bestandteil des Selbstverständnisses verschiedenster politischer Bewegungen und Parteien moderner südasiatischer Staaten. Heute mündet in Südasien fast jede Diskussion über die Vor- und Frühgeschichte beinahe automatisch in eine Debatte um soziale und politische Machtinteressen.
In jüngster Zeit sind es vor allem sogenannte hindu-nationalistische Kreise, die ihre politische Legitimation aus der Vorgeschichte zu ziehen versuchen. Der vorliegende Band leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Aufhellung der geistigen Hintergründe des im deutschsprachigen Raum immer noch wenig verstandenen Phänomens des Hindu-Nationalismus.

N.B.: Der Beitrag von Edwin Bryant "Disput um die Vergangenheit" kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht online veröffentlicht werden.

Claudine Bautze-Picron

The Art of Eastern India in the Collection of the Museum für indische Kunst, Berlin
Stone & Terracotta Sculptures

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 12

Der Katalog stellt die Steinskulpturen und Terrakotten aus Ostindien vor, die sich im Besitz des Museums für Indische Kunst, Berlin, befinden. Die Sammlung ist alt und wurde zu einer Zeit zusammengetragen, im 19. und frühen 20. Jh., als die einzigen anderen großen westlichen Institutionen, die Kunst aus Ostindien sammelten, das British Museum und das Victoria & Albert Museum waren, und sie ist in ihrer Bedeutung neben die Sammlung des British Museum zu stellen. Sie veranschaulicht spezifische Aspekte der Kunst Ostindiens, die nicht so häufig gesammelt werden, wie die Votivkaitya oder Votivplatten, die in Bodh Gayā gefunden wurden und normalerweise nicht beachtet werden.

 

Herbert Härtel

Excavations at Sonkh
2500 years of a town in Mathura district

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 9

Der vorliegende Bericht über die Ausgrabungen am Grabhügel von Sonkh, Distrikt Mathura, enthält eine detaillierte Darstellung der materiellen Überreste, die in acht Saisons (1966-74) von einem Team deutscher Archäologen ausgegraben wurden. Das Team wurde vom Museum für Indische Kunst, Berlin, unter der Leitung des Autors entsandt. Das Buch ersetzt die mehr als 20 Kampagnen- und Vorartikel, die im Laufe der Jahre in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

 

Ute Hüsken

Die Vorschriften für die buddhistische Nonnengemeinde im Vinaya-Piṭaka der Theravādin

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 11

Wohl gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrtausends endete die Ordinationstradition der Nonnen der buddhistischen Theravāda-Schule. Dennoch werden auch die Verhaltensvorschriften der Nonnen, die ebenso wie die der Mönche als Buddhawort gelten, in der Sammlung der kanonischen Texte weiterhin überliefert. In der vorliegenden Untersuchung wird das Regelkonvolut für Nonnen der Theravāda-Tradition ausgehend von den besonderen Nonnenregeln im Buch der Ordensdisziplin (Vinaya-Piṭaka) und den relevanten Kommentarstellen in der Samantapāsādikā dargestellt und mit den Verhaltensvorschriften für die Mönche derselben Überlieferung verglichen. Die Arbeit ist eine überarbeitete Fassung meiner 1995 vom Fachbereich Historisch-Philologische Wissenschaften der Georg-August-Universität in Göttingen angenommenen Dissertation.

Sven Bretfeld

Das singhalesische Nationalepos von König Duṭṭhagāmaṇī Abhaya
Textkritische Bearbeitung und Übersetzung der Kapitel VII.3-VIII.3 der Rasavāhinī des Vedeha Thera und Vergleich mit den Paralleltexten Sahassavatthuppakaraṇa und Saddharmālaṅkāraya

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 13

Eine eingehende Erforschung der maßgeblichen „mittelalterlichen" Bearbeitung des Stoffes des singhalesischen Nationalepos - in Pāli als größte zusammenhängende Sammlung von Erzählungen in der Rasavähinī von Vedeha und in singhalesischer Sprache in der erweiterten Bearbeitung von Dharmakīrti - wird nun erstmals in der vorliegenden Arbeit von Sven Bretfeld vorgelegt. Die Bedeutung dieses Stoffes für die Südasienforschung geht weit über den Bereich der reinen Texterschließung hinaus: Im Mittelpunkt dieses Textes steht der seit mehr als zwei Jahrtausenden bestehende Konflikt zwischen Singhalesen und den aus Südindien zugewanderten Tamilen. Es ist eben dieser Konflikt, der im positiven Sinne zum Ursprung der Geschichtsschreibung im indischen Kulturbereich, im negativen Sinn aber zum heutigen Bürgerkrieg in Sri Lanka geführt hat. So hat Sven Bretfeld mit diesem hier zum ersten Mal in einer wissenschaftlichen Ausgabe zugänglich gemachten und erstmalig übersetzten Text einen grundlegenden Beitrag sowohl für die traditionelle Indologie und Buddhismusforschung als auch für ein tieferes Verständnis der heutigen Situation in Sri Lanka geleistet.

Corinna Wessels-Mevissen

The Gods of the Directions in Ancient India
Origin and Early Development in Art and Literature (until c. 1000 A.D.)

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 14

Die Ursprünge und vielfältigen Entwicklungsstränge des Konzepts der - zumeist acht - Richtungsgottheiten (dikpalas) in der Literatur und vor allem in der Kunst Indiens werden in dieser umfassenden Studie anhand eines umfangreichen Abbildungsteils beschreibend und analysierend vorgestellt. Aus dieser Behandlung des Stoffes ergeben sich neue Erkenntnisse in der ikonographischen Forschung zur figurativen Kunst Indiens.

Phillip Grimberg, Grete Schönebeck (Hrsg.)

Vom Wesen der Dinge
Realitäten und Konzeptionen des Materiellen in der chinesischen Kultur

Jahrbuch der Deutschen Vereinigung für Chinastudien, Band 13

Dinge umgeben den Menschen in all seinem Tun. In seinem Alltagsschaffen wie in seinen Weihehandlungen ist er der Präsenz der Dinge ausgesetzt, häufig genug ohne diese immer (angemessen) wahrzunehmen. Will man mit dem französischen Soziologen Bruno Latour von den Rechten des Objekts sprechen, wie er sie in seinem Parlament der Dinge entwickelt, dann ist eines der Grundrechte der Dinge dasjenige Recht zu sprechen und gehört zu werden.
Von dieser Annahme ausgehend werden in diesem Band die Beweise materieller Kultur Chinas aus ganz verschiedenen Perspektiven und mit sehr unterschiedlichen methodischen Zugriffen untersucht. Das in den hier versammelten Aufsätzen abgebildete thematische Spektrum reicht u.a. von soziologischen Untersuchungen moderner Machtarchitektur und einer Ethnographie des Recyclings von Bauschutt im gegenwärtigen China über die literaturwissenschaftliche Analyse sogenannter „Dinggedichte“ bis hin zu Fragen sozialistischen Möbeldesigns und dem Problem des Kulturbegriffs in der chinabezogenen archäologischen Forschung. Allen Beiträgen gemein ist jedoch der Versuch, den Dingen dialogisch zu begegnen und diese dabei „zum Sprechen“ zu bringen.

 

 

Pierre-Etienne Will

Entre routine bureaucratique et passion du métier sur la pratique médicolégale en Chine à l’époque des Qing

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 17

Comme tant d’autres choses en Chine, la médecine légale peut se prévaloir d’une très longue histoire. Certains documents administratifs découverts dans des tombes révèlent que les fonctionnaires locaux du début de l’ère impériale, sous les dynasties des Qin (221-206 av. J.-C.) et des Han (206 av. J.-C.-220 ap. J.-C.), pratiquaient déjà l’examen systématique des victimes d’homicides ou des personnes mortes dans des circonstances peu claires dans le but de déterminer les causes exactes du décès. A vrai dire nous en savons assez peu sur les principes, les techniques et les règlements qui régissaient la médecine légale en Chine à cette époque, et de même pendant les siècles suivants, ce qu’on est convenu d’appeler l’époque médiévale. En revanche la situation change du tout au tout avec la dynastie des Song (960-1269). Il est clair alors que la pratique médicolégale a atteint un niveau élevé de sophistication ; et si on peut l’affirmer, c’est sur la foi du premier manuel de médecine légale qui nous ait été conservé, le Xiyuan jilu (« Textes réunis pour laver les injustices »). Song Ci (1186-1249), son auteur, était un fonctionnaire judiciaire de la fin des Song du Sud, et la préface qu’il a donnée à son oeuvre date de 1247. Comme l’indique son titre, et comme le confirme sa préface, le Xiyuan jilu tirait une partie de sa substance de textes plus anciens, aujourd’hui perdus. On considère en général que la procédure suivie pour les autopsies à l’époque des Qing, qui nous concernera ici, tout comme les formulaires et les diagrammes utilisés pour rendre compte des observations faites, remontent à l’époque des Song du Nord (960-1127) et ont été mis au point sous les Song du Sud. [...]

Stéphane Verger

Le défunt de la grande tombe celtique de Hochdorf : du chef de famille aristocratique au roi bienheureux

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 16

La première phase historique de développement du monde celtique, ou période de Hallstatt (800-450 avant notre ère), est marquée, en Allemagne du Sud et en France de l’Est, par deux phénomènes simultanés : d’une part la montée en puissance d’un milieu aristocratique prospère dont les membres sont enterrés dans des tertres funéraires toujours plus grands avec des ensembles d’objets toujours plus riches ; d’autre part l’accroissement des échanges avec les cultures méditerranéennes - grecque, étrusque et nord-italiques. Les objets importés sont liés surtout à la culture du symposion grec, le banquet dans lequel la consommation du vin prend une signification à la fois festive, politique et religieuse. Au VIe siècle avant notre ère, de grands centres contrôlés par des familles aristocratiques puissantes se développent. Il peut s’agir de véritables villes, comme celle de la Heuneburg dans la haute vallée du Danube. Sur ce site, les nouvelles fouilles ont montré que l’habitat ne se limitait pas à la ville haute, que l’on connaissait depuis longtemps, mais comportait aussi une ville basse, qui s’étendait sur environ 80 hectares et avait une organisation régulière. Cette véritable ville, la plus ancienne connue au nord des Alpes, disposait d’un territoire agricole qui était partagé entre un petit nombre de grands lignages aristocratiques. Les membres les plus importants de ces groupes étaient enterrés dans de très grands tertres funéraires dispersés dans le territoire.Les institutions politiques de ces premiers grands centres celtiques sont mal connues. Il s’agissait sans doute d’un système tribal complexe dans lequel la charge suprême n’était pas héréditaire, mais plutôt élective, à l’intérieur du groupe restreint des grands chefs de lignages.

Agnès Rouveret

Image et rituel dans la peinture funéraire de Poseidonia-Paestum au IVe siècle av J.-C.

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 15

Le site de Poseidonia-Paestum en Italie méridionale a livré un ensemble de peintures funéraires, datées entre le début du Ve siècle et les premières décennies du IIIe siècle av. J.-C., qui offre un témoignage exceptionnel sur les coutumes et les croyances de ses habitants. La cité est fondée, vers 600 av. J.-C., à la frontière avec le monde étrusque et campanien, par des colons venus de Sybaris en Calabre et passe sous l’hégémonie de groupes italiques, les Lucaniens, dans le dernier tiers du Ve siècle av. J.-C. C’est une manifestation d’un phénomène plus général qui frappe d’autres cités grecques, comme Cumes, ou étrusques, comme Capoue, et que les sources grecques décrivent en termes de « barbarisation ». Nous avons conservé, à propos de Poseidonia, un passage du philosophe pythagoricien de la fin du IVe siècle, Aristoxène de Tarente. [...]

Yizhuang Ding

Histoire orale de la ville de Pékin

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 14

J’ai entrepris à titre expérimental d’utiliser les méthodes de l’histoire orale pour faire revivre les cent dernières années de Pékin. J’ai choisi de traiter le sujet de mon propre point de vue, c’est-à-dire à partir de mon expérience et mon histoire personnelle. Bien sûr, pour comprendre l’histoire d’une ville aussi riche, il faudrait non seulement s’appuyer sur des centaines d’entretiens et, en plus, compulser un grand nombre de documents afin de croiser les sources écrites et la mémoire orale. C’est dans cette direction que je m’efforce d’aller. Les questions théoriques relatives à l’histoire orale et sa méthode sont en Chine dans leur première phase d’élaboration. Les recherches en Occident, et en particulier en France, sont probablement beaucoup plus avancées. Ces dernières années, les travaux sur l’histoire de la ville de Pékin ont surtout été le fait d’historiens géographes intéressés à l’urbanisme ; d’autres publications, très nombreuses, appartiennent davantage à la vulgarisation et n’entrent pas dans le domaine scientifique. D’une façon générale, les recherches sur l’histoire de Pékin sont passablement en retard par rapport à celles qui concernent des villes plus récentes comme Shanghai, Wuhan ou Chongqing. Certes, quantité d’ouvrages sur les ruelles de Pékin, les hutong, ont été publiés, mais ils se limitent tous à une présentation de leurs noms, de leur histoire, des gens célèbres qui y ont vécu ou des anecdotes qui les concernent, sans s’intéresser à la vie des habitants ordinaires, à leurs souvenirs, leurs sentiments, alors que c’est justement eux qui composent le visage et l’âme de la ville.

Eric Rieth

Épaves, archéologie sous-marine et histoire de l’architecture navale

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 13

C’est en 1925 que le philologue et archéologue français Salomon Reinach (1858-1932), ancien directeur du musée des Antiquités nationales de Saint-Germain-en-Laye, écrivit ces lignes révélatrices de la fascination exercée sur ce scientifique par la Méditerranée et son patrimoine archéologique sous-marin. Si elles gardent, quatre-vingt trois ans après avoir été rédigées, toute leur force évocatrice, il est certain, en revanche, qu’elles ne traduisent plus les réalités de la recherche actuelle, que celle-ci concerne la Méditerranée, l’Atlantique, le Pacifique, l’Océan Indien ou encore les Mers de Chine. En effet, les fonds sous-marins sont désormais facilement accessibles grâce aux progrès de la plongée autonome à l’air. En outre, les profondeurs d’intervention sont de plus en plus importantes (60 m est la limite des plongées professionnelles scientifiques à l’air dans le cadre de la législation française) avec le recours aux mélanges gazeux tels que le Trimix ou le Nitrox et, pour les très grandes profondeurs, avec l’utilisation d’engins sous-marins. De plus, le patrimoine archéologique sous-marin et subaquatique — celui des fleuves et des lacs — n’est pas seulement constitué par les épaves de l’Antiquité. Les vestiges d’aménagements portuaires, les sites de mouillage, les dépotoirs représentent d’autres éléments tout aussi significatifs de ce patrimoine immergé. S’agissant des épaves, ce ne sont pas seulement celles de l’Antiquité qui sont désormais fouillées et étudiées, mais également celles du Moyen Age et de l’époque moderne. [...]

Sihui Meng

Les peintures murales des Cinq Dynasties du grand antiquaire C. T. Loo

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 12

Au cours de l’été 2003, alors que l’on préparait l’édition du Catalogue complet des oeuvres remarquables conservées au musée du Palais impérial de Pékin, un lot de peintures oubliées depuis près '' d’un demi-siècle a été retrouvé. Il s’agissait de peintures murales de tombes Tang (618-907) et de temples datant des Cinq Dynasties (907-960), des Song (960-1279) et des Yuan (1279-1368). Parmi toutes ces oeuvres, celles provenant d’un temple des Cinq Dynasties avaient un intérêt tout particulier. L’une d’elles représentait le grand bodhisattva Guanyin, assis dans la position du lotus. Il y avait également trois autres bodhisattva de même taille, debout et présentant des offrandes. La beauté des couleurs, l’aisance du trait, la simpEcité des formes attestaient d’une grande maîtrise. Malheureusement, elles avaient toutes subi des restaurations plus ou moins importantes. En les voyant, j’eus immédiatement l’intuition qu’elles venaient du même monastère qu’un ensemble de peintures murales qui se trouvait à l’étranger depuis les années 1920. [...]

Roberte Hamayon

Le chamanisme ou l’art de gagner sa chance grâce à des partenaires imaginaires

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 11

L'étude anthropologique d’une forme archaïque de chamanisme, celle rencontrée dans les sociétés sibériennes vivant de chasse, permet-elle de comprendre la récurrence de faits visant à « attirer la chance » ou « écarter la malchance », dans d’autres contextes? Est-ce là un élément religieux irréductible ?

Wenkuan Deng

Les calendriers du IXe-Xe siècle et les almanachs d’aujourd’hui

Histoire, archéologie et société - conférences académiques franco-chinoises, Cahier 10

Le contenu des calendriers traditionnels chinois s'est perpétué jusqu'au milieu du XXe siècle et ont eu une influence décisive sur l'ensemble de l'Asie orientale. Cette influence est demeurée ininterrompue en dehors de la Chine continentale, où les techniques calendaires et divinatoires, après les bouleversements de 1949, ont été sévérement critiquées et ont connu une brutale interruption de leur usage. Le contenu des calendriers qui était universellement connu est ainsi devenu inconnu aux chinois de Chine populaire, notamment pour les plus jeunes. Je ne suis pas une exception. De 1994 à 1995, grâce à l'invitation du Centre de promotion culturelle de Hong Kong, j'ai eu la chance et l'honneur de faire des recherches pendant trois mois sous la direction du professeur Rao Zongyi et ainsi de me pencher sur les almanachs de Hong Kong. En les comparant avec les calendriers de Dunhuang, j'ai été surpris de constater que leur contenu était pour tout ou partie identique, et qu'il m'était même possible sur la base des calendriers de Dunhuang de corriger les erreurs des calendriers contemporains. Pendant de nombreuses années, j'ai collectionné des almanachs couramment utilisés en Asie orientale afin de les étudier. Pour cela, j'ai obtenu l'aide du chercheur japonais Seo Tatsuhiko, du Singaporien Ku Cheng Mei, du Taïwanais Zongshan, de Lin Wushu de l'Université Sun Yatsen de Canton et de Wang Yucheng de l'Académie des sciences sociales de Chine. C'est grâce à eux que j'ai pu mener une recherche sur ce thème et profite donc de cette occasion pour leur exprimer ma gratitude. [...]