Neue Hallesche Berichte

Michael Bergunder (Hrsg.)

Westliche Formen des Hinduismus in Deutschland
Eine Übersicht

Neue Hallesche Berichte, Band 6

Der vorliegende Band gibt eine problemorientierte, interdisziplinär angelegte Übersicht über westliche Formen des Hinduismus im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie hinduistische Traditionen im kulturellen Kontext Europas adaptiert und reinterpretiert werden und welche Interdependenzen sich zu zeitgenössischen religiösen Bewegungen in Südasien feststellen lassen. Damit soll zugleich ein Beitrag zur konzeptionellen Durchdringung dieses Themenfeldes aus religionswissenschaftlicher Perspektive geleistet werden. Wichtige Gruppierungen, wie Hare Krishna (ISKCON), Transzendentale Meditation, Osho-Bewegung, Brahma Kumaris, Sai Baba, Thakar Singh werden einzeln besprochen und analysiert.

N.B.: Von diesem Sammelband können aus urheberrechtlichen Gründen nur die Beiträge auf CrossAsia-eBooks im Open Access veröffentlicht werden, bei denen die Autorinnen und Autoren ihre Zustimmung zur Online-Veröffentlichung erteilt haben.

Eveline Masilamani-Meyer

Guardians of Tamilnadu
Folk deities, folk religion, Hindu themes

Neue Hallesche Berichte, Band 5

The gods and goddesses that populate the Tamil villages and countryside are rarely called Śiva, Viṣṇu or Pārvāti and yet, they are understood to be forms or aspects of these pan-Hindu deities. Similarly, the ritual performed for the folk deities show traits antagonistic to Brahmanical values and yet, we find in them symbols and myths common to the “high” Sanscritic tradition. In the present work the author traces patterns and structures that help the reader understand the salient features of Tamil folk Hinduism and its differences to and similarities with the “high” tradition.

The book has chapters on the arrangement of the folk deities in the temple, the deities’ place in the ordered and wild space, their relationship with the pan-Hindu gods and goddesses and chapters on how the devotees connect to the folk deities through myths, rituals and worship. The great diversity and richness of the Indian folk religion and the ever greater assimilation of folk cults into the “high” tradition are topics that need to be explored in depth. The present book is a contribution towards this goal.

Will Sweetman

Mapping Hinduism
"Hinduism" and the study of Indian religions, 1600-1776

Neue Hallesche Berichte, Band 4

The process by which Hinduism came to be constituted as an object of European study is often taken to be the most egregious example of the invention of a religion through the reification of disparate traditions of belief and practice an the projection of theological preconceptions or imperial ambitions. In this work Will Sweetman offers both a theoretical reconsideration of the status of the term Hinduism and an alternative historical account of its emergence in the eighteenth century based on consideration of early Dutch, English, French and German sources, demonstrating that its scope owes more to Indian ideas of religious affiliation as the time of its emergence more to the evolving modern concept of India as a geographical entity than either does to theological preconceptions or imperial ambitions.

Michael Bergunder, Rahul Peter Das (Hrsg.)

"Arier" und "Draviden"

Neue Hallesche Berichte, Band 2

Die Frage nach der Geschichte beinhaltete zu allen Zeiten auch die Frage nach der eigenen Identität. Während der britischen Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert begründeten westliche Indologen und christliche Missionare unter Beteiligung Gelehrter der traditionellen einheimischen Wissenssysteme eine südasiatische Geschichtsschreibung, in der die Südasiaten als die Nachkommen unterschiedlicher Völker (insbesondere Arier und Draviden) betrachtet wurden. Diese orientalistischen Geschichtstheorien über Ereignisse, die tausende Jahre zurücklagen, fanden unter unterschiedlichen Vorzeichen Eingang in den politischen Diskurs, und in der Folgezeit wurden diese Projektionen in hohem Maße Bestandteil des Selbstverständnisses verschiedenster politischer Bewegungen und Parteien moderner südasiatischer Staaten. Heute mündet in Südasien fast jede Diskussion über die Vor- und Frühgeschichte beinahe automatisch in eine Debatte um soziale und politische Machtinteressen.
In jüngster Zeit sind es vor allem sogenannte hindu-nationalistische Kreise, die ihre politische Legitimation aus der Vorgeschichte zu ziehen versuchen. Der vorliegende Band leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Aufhellung der geistigen Hintergründe des im deutschsprachigen Raum immer noch wenig verstandenen Phänomens des Hindu-Nationalismus.

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